Kurz gesagt: Beim bidirektionalen Laden fließt Strom aus dem Akku des E-Autos wieder heraus, entweder in einzelne Geräte (V2L), ins eigene Haus (V2H) oder ins Stromnetz (V2G). V2L funktioniert heute bei vielen Modellen über eine Steckdose oder einen Adapter. Für V2H und V2G brauchst du ein freigegebenes Auto, eine bidirektionale Wallbox und meist einen intelligenten Stromzähler, erste Komplettangebote gibt es seit 2026.
Ende 2025 hat der Gesetzgeber Hürden bei Stromsteuer und Netzentgelten abgebaut, am 1. Oktober 2026 hat die Bundesnetzagentur nachgezogen. Hier liest du, was die drei Stufen bedeuten, was du dafür brauchst, was sich rechtlich geändert hat und welche E-Autos es laut Hersteller können.
V2L, V2H, V2G: die drei Stufen
| Stufe | Strom fließt an | Was du brauchst | Stand 2026 |
|---|---|---|---|
| V2L (Vehicle to Load) | einzelne Geräte | Auto mit V2L, oft ein Adapter für den Ladeanschluss | bei vielen Modellen serienmäßig |
| V2H (Vehicle to Home) | das eigene Hausnetz | Auto mit V2H und eine dafür freigegebene bidirektionale Wallbox | bei einzelnen Modellen |
| V2G (Vehicle to Grid) | das öffentliche Stromnetz | wie V2H, dazu ein intelligentes Messsystem und ein Tarif, der die Rückspeisung bezahlt | erste Angebote seit 2026 |
V2L: das Auto als Steckdose
Bei V2L liefert das Auto 230 Volt, entweder über eine Steckdose im Innenraum oder über einen Adapter, der in den Ladeanschluss gesteckt wird. Damit betreibst du unterwegs Geräte, lädst ein E-Bike oder versorgst beim Camping die Kaffeemaschine. Die Hersteller nennen Leistungen zwischen 2,3 kW (Ford Explorer) und 6 kW (XPENG G9).
Achte auf das Kleingedruckte: Bei vielen Modellen, etwa von Renault, VW, Polestar, XPENG, BYD, smart und Opel, ist der nötige Adapter oder das Kabel laut Hersteller Zubehör, bei Renault für 200 Euro. Bei Ford gibt es V2L nur mit einem aufpreispflichtigen Paket, beim BMW iX3 nur mit einer Sonderausstattung.
Das Hausnetz über ein Kabel aus der V2L-Steckdose zu versorgen, ist keine Lösung. Arbeiten an der elektrischen Anlage im Haus darf nur ein beim Netzbetreiber eingetragener Installateur ausführen (§ 13 Abs. 2 NAV), und eine eigene Stromquelle im Haus (Eigenanlage) muss vorher beim Netzbetreiber angemeldet werden (§ 19 Abs. 3 NAV).
V2H: das Auto versorgt das Haus
Bei V2H gibt das Auto über eine bidirektionale Wallbox Strom ins Hausnetz ab. Typisch ist, tagsüber mit Solarstrom zu laden und abends aus dem Auto den Haushalt zu versorgen. Der Strom bleibt dabei im eigenen Haus.
Ford führt „Bidirektionales Laden (V2H)“ bei Capri und Explorer in allen Linien als Serie. Audi liefert V2H bei A2 e-tron und Q4 e-tron serienmäßig, bis 10 kW über eine kompatible DC-Wallbox. BMW bietet beim iX3 serienmäßig bidirektionales DC-Laden für V2H und V2G an, allerdings nur mit der BMW Wallbox Professional, die als Zubehör dazukommt.
Kia baut in mehreren Modellen die Hardware für V2H und V2G schon ein, Mercedes nennt V2H und V2G bei CLA, GLB und GLC „vorbereitet“. Auf der Modellseite des EV5 heißt es, V2H und V2G kämen, „sobald sie in Deutschland gesetzlich erlaubt sind“.
Jede Wallbox musst du dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme melden. Liegt die Leistung aller Ladeeinrichtungen einer Anlage über 12 kVA, braucht er vorher zuzustimmen (§ 19 Abs. 2 NAV).
V2G: das Auto als Speicher für das Netz
Bei V2G speist das Auto Strom ins öffentliche Netz zurück. Ein Stromanbieter steuert Laden und Entladen nach dem Strompreis, du bekommst dafür eine Vergütung. Für die viertelstundengenaue Abrechnung braucht es ein intelligentes Messsystem.
Zwei Angebote haben die Anbieter am 9. Februar 2026 vorgestellt:
- BMW und E.ON für den neuen BMW iX3: BMW Wallbox Professional, ein V2G-Tarif von E.ON und bei Bedarf das intelligente Messsystem, laut BMW seit dem Tag der Mitteilung bestellbar. Es gibt 24 Cent je Stunde, die das Auto mit aktivem V2G angesteckt ist, höchstens 60 Euro im Monat und 720 Euro im Jahr, dazu 40 Cent je zurückgespeister Kilowattstunde. Eine Solaranlage am selben Anschluss geht nur, wenn sie ihren Strom komplett einspeist.
- Ford und Octopus Energy für Capri und Explorer ab Modelljahr 2026.75: ein V2G-Tarif mit einer bidirektionalen Wallbox von Ambibox, Start laut Octopus im Sommer 2026. Es gibt 30 Euro im Monat, wenn das Auto mindestens 300 Stunden angesteckt ist, und einen Nachlass von 18 Cent je Kilowattstunde auf den Ladestrom.
Beide Anbieter rechnen ihre Boni in „kostenlose“ Kilometer um, BMW kommt auf bis zu 14.000, Octopus auf rund 16.000 im Jahr. Das setzt voraus, dass das Auto sehr viele Stunden an der Wallbox hängt. Die Bedingungen stammen aus den Mitteilungen vom Februar 2026 und können sich seitdem geändert haben.
Was sich rechtlich geändert hat
Auf Strom, der im Auto zwischengespeichert und später zurückgespeist wird, fielen beim Laden Stromsteuer, Umlagen und Netzentgelte an, obwohl er danach noch einmal verbraucht wird. Mehrere Regeln bauen diese Doppelbelastung ab, zuletzt die Neufassungen Ende 2025 und die Festlegung der Bundesnetzagentur im Oktober 2026.
- Stromsteuer: Wer Strom aus dem Akku eines Elektrofahrzeugs an einen Ladepunkt abgibt, gilt nicht als Versorger. Wird dieser Strom vor Ort ohne das öffentliche Netz verbraucht, entsteht keine Steuer (§ 5a Abs. 3 StromStG). Das trifft V2H. Für V2G, also Strom, der zurück ins Netz fließt, gilt diese Erleichterung laut Stiftung Umweltenergierecht und Forschungsstelle für Energiewirtschaft nicht.
- Umlagen: Ladepunkte für E-Autos werden für die Umlagen einem Stromspeicher gleichgestellt (§ 21 Abs. 3 EnFG). Für Netzstrom, der im Auto zwischengespeichert und wieder eingespeist wird, sinken die Umlagen entsprechend. Die Mengen müssen dafür je Viertelstunde und eichrechtskonform erfasst werden (§ 21 Abs. 4 EnFG).
- Netzentgelte: Speicher sind für den gespeicherten Strom von den Netzentgelten freigestellt, und zwar seit der Neufassung auch anteilig, soweit der Strom ins Netz zurückfließt (§ 118 Abs. 6 Satz 3 EnWG). Über den Verweis auf § 21 EnFG zählen bidirektionale Ladepunkte dazu. Das gilt für Anlagen, die bis 4. August 2029 in Betrieb gehen, jeweils für 20 Jahre.
- Einspeisevergütung: Seit der Festlegung der Bundesnetzagentur vom 1. Oktober 2026 („MiSpeL“) können bidirektionale Ladepunkte wie Speicher anteilig EEG-Vergütung für zwischengespeicherten Ökostrom bekommen (§ 19 Abs. 3 EEG). Die Abgrenzungsoption braucht in der Regel zwei Zähler, die Pauschaloption für Solaranlagen bis 30 kWp nur einen. Die Pauschaloption wartet noch auf die Genehmigung der EU-Kommission.
Für den Strom, mit dem du fährst, ändert sich nichts: Verrechnet wird nur, was zurück ins Netz fließt. Offen ist laut Stiftung Umweltenergierecht und Forschungsstelle für Energiewirtschaft unter anderem, ob die Freistellung auch Grund- und Leistungspreis erfasst und was für AC-Wallboxen mit dem Etikett „BiDi-ready“ gilt. Die Bundesnetzagentur kann außerdem abweichende Regeln treffen (§ 118 Abs. 6 EnWG, letzter Satz).
Beispiel: Du hast eine Solaranlage mit 10 kWp und ein E-Auto mit V2H. Tagsüber lädst du mit Solarstrom, abends kochst du mit Strom aus dem Auto. Für den Strom aus dem Auto fällt keine Stromsteuer an, und solange aus dem Auto nichts ins Netz fließt, brauchst du keine der neuen Abrechnungsoptionen.
Welche E-Autos es können: Herstellerangaben
Die erste Tabelle zeigt alle Modelle, bei denen eine bidirektionale Funktion laut Preisliste oder Herstellerunterlagen bei der jeweiligen Motorisierung serienmäßig ist. Braucht es dafür nur einen Adapter aus dem Zubehör, zählen wir das als Serie. „k. A.“ heißt: keine Angabe in diesen Unterlagen.
| Modell | V2L | V2H | V2G | Hinweis laut Hersteller |
|---|---|---|---|---|
| Audi A2 e-tron | Option | ja | k. A. | V2H bis 10 kW über kompatible DC-Wallbox; V2L im Ablage- und Gepäckraumpaket (320 oder 380 €) |
| Audi Q4 e-tron | Option | ja | k. A. | V2H bis 10 kW über kompatible DC-Wallbox; V2L im Gepäckraumpaket (310 €) |
| BMW iX3 | mit Sonderausstattung (3,7 kW) | ja | ja | V2H und V2G nur mit BMW Wallbox Professional (Zubehör) |
| BYD ATTO 2 | ja | k. A. | k. A. | Kabel auch einzeln als Zubehör |
| BYD ATTO 3 EVO | ja | k. A. | k. A. | serienmäßig |
| BYD DOLPHIN SURF | ja | k. A. | k. A. | in allen Linien |
| BYD DOLPHIN | ja | k. A. | k. A. | in allen Linien |
| BYD SEAL | ja | k. A. | k. A. | Kabel als Zubehör |
| BYD SEAL U EV | ja | k. A. | k. A. | in Comfort und Design |
| BYD SEALION 7 | ja | k. A. | k. A. | in allen Linien |
| Ford Capri | mit Paket | ja | ab Modelljahr 2026.75 | V2L mit aufpreispflichtigem Paket; V2G mit Tarif von Octopus Energy |
| Ford Explorer | mit Paket (2,3 kW) | ja | ab Modelljahr 2026.75 | wie Capri |
| Kia EV3 GT | ja (3,6 kW) | k. A. | k. A. | Hardware für V2H/V2G vorbereitet |
| Kia EV4 GT | ja (3,6 kW) | k. A. | k. A. | Hardware für V2H/V2G vorbereitet |
| Kia EV5 GT | ja (3,6 kW) | k. A. | k. A. | Hardware für V2H/V2G vorbereitet |
| Kia EV5 | ja (3,6 kW) | k. A. | k. A. | Allrad; mit Frontantrieb in Earth und GT-Line, nicht in Air |
| Leapmotor B10 | ja | k. A. | k. A. | serienmäßig |
| Leapmotor C10 | ja | k. A. | k. A. | serienmäßig |
| Mazda 6e | ja | k. A. | k. A. | Adapter als Zubehör |
| MG4 | ja | k. A. | k. A. | 230-V-V2L serienmäßig |
| Nissan Micra | ja | k. A. | k. A. | Adapter als Zubehör (213 €) |
| Opel Corsa Electric | ja | k. A. | k. A. | mit 115-kW-Motor und beim GSE, nicht mit 100 kW |
| Opel Grandland Electric | mit Adapter | k. A. | k. A. | Adapter als Zubehör |
| Peugeot E-2008 | mit Adapter | k. A. | k. A. | ab Ausstattung STYLE |
| Peugeot E-208 | ja | k. A. | k. A. | mit Elektromotor 156 (nur mit Adapter) und beim GTi |
| Polestar 4 | ja (3,3 kW) | k. A. | k. A. | SUV; Adapter als Zubehör |
| Renault 4 | ja | k. A. | k. A. | Adapter als Zubehör (200 €) |
| Renault 5 | ja | k. A. | k. A. | Adapter als Zubehör (200 €) |
| Renault Scenic | ja (3,7 kW) | k. A. | k. A. | Adapter als Zubehör (200 €) |
| Škoda Epiq | ja | k. A. | k. A. | „bidirektionales Laden (AC+DC)“ im Paket Technik, bei Selection Serie |
| smart #1 | ja | k. A. | k. A. | seit Software-Update 2024; Kabel als Zubehör |
| smart #5 | ja | k. A. | k. A. | Kabel als Zubehör |
| Volkswagen ID.3 Neo | ja (3,6 kW) | k. A. | k. A. | Adapter als Zubehör |
| Volkswagen ID.7 | ja (3,6 kW) | k. A. | k. A. | mit neuer Softwaregeneration; Adapter als Zubehör |
| Volkswagen ID. Cross | ja (3,6 kW) | k. A. | k. A. | Schuko-Adapter als Zubehör |
| Volkswagen ID. Polo | ja (3,6 kW) | k. A. | k. A. | 85, 99 und 155 kW; Adapter als Zubehör |
| XPENG G6 | ja | k. A. | k. A. | serienmäßig |
| XPENG G9 | ja (6 kW) | k. A. | k. A. | Adapter als Zubehör |
| XPENG P7+ | ja (3,3 kW) | k. A. | k. A. | Adapter als Zubehör |
Nur gegen Aufpreis, in höheren Linien oder vorbereitet
Bei vielen Modellen hängt die Funktion an der Ausstattung. Hyundai liefert den V2L-Adapter nur in den oberen Linien, Kia bei mehreren Modellen nur im Paket. Andere Hersteller schreiben „vorbereitet“: Die Technik steckt im Auto, freigeschaltet wird sie erst gegen Aufpreis oder per späterem Update.
| Modell | Was es laut Hersteller gibt |
|---|---|
| Cupra Born | V2L „vorbereitet“: Serie bei VZ, sonst im Edge Pack (990 €) |
| Cupra Raval | V2L „vorbereitet“: Serie bei VZ, sonst im Edge Pack (1.010 €) oder Business Pack |
| Cupra Tavascan | V2L „vorbereitet“ im Drive Pack (3.320 €) |
| Dacia Spring | V2L im Power-Paket (500 €), Adapter 199 € |
| Hyundai INSTER | V2L-Paket (600 €) nur für Cross und Prime mit 49 kWh |
| Hyundai IONIQ 5 | V2L serienmäßig nur in UNIQ und N Line X |
| Hyundai IONIQ 6 | V2L serienmäßig nur in Prime und N Line Evo |
| Hyundai KONA Elektro | V2L serienmäßig nur in Prime und N Line X |
| Kia EV2 | V2L (3,6 kW) im Paket Winter-Connect (1.390 €), bei Black-Line Serie |
| Kia EV3 | V2L (3,6 kW) in Earth im Paket (1.300 €), bei GT-Line Serie, nicht in Air |
| Kia EV4 | V2L (3,6 kW) in Earth im Paket (1.300 €), in GT-Line im Paket (790 €), nicht in Air |
| Kia EV4 Fastback | V2L (3,6 kW) in Earth im Paket (1.300 €), in GT-Line im Paket (490 €) |
| Kia EV6 | V2L (3,6 kW) serienmäßig in Earth und GT-Line, nicht in Air |
| Kia PV5 Passenger | V2L (3,6 kW) serienmäßig in Plus und Elite, nicht in Essential |
| Mercedes-Benz CLA elektrisch | V2H/V2G „vorbereitet“, Freischaltung später per Update |
| Mercedes-Benz GLB elektrisch | V2H/V2G „vorbereitet“, Freischaltung später per Update |
| Mercedes-Benz GLC elektrisch | V2H/V2G „technisch vorbereitet“ |
| Renault Twingo | „Vehicle-to-Load Vorbereitung“, Adapter 199 € |
| Škoda Elroq | 230-V-Steckdose (3,6 kW) im Paket Transport (480 €, RS 340 €) |
| Škoda Enyaq | 230-V-Steckdose (3,6 kW) im Paket Transport (540 €) |
| Škoda Peaq | „Vorbereitung für bidirektionales Laden“ Serie; Steckdose im Paket Clever (1.600 €) |
| Volvo EX30 | V2L „vorbereitet“, Freischaltung per Update angekündigt |
| Volkswagen ID. Buzz | V2L (bis 2,0 kW) im Zusammenhang mit dem Gute-Nacht-Paket genannt |
Für die übrigen 21 Modelle in unserer Datenbank nennen die ausgewerteten Unterlagen keine bidirektionale Funktion.
Vor dem Kauf lohnt die Nachfrage beim Händler: Gilt die Funktion für genau die Ausführung und Linie, die du bestellst? Welche Wallbox gibt der Hersteller frei? Und deckt die Akku-Garantie das Entladen über die Wallbox ab?
Lohnt sich das?
V2L ist ein nützliches Extra ohne Zusatzkosten, wenn es serienmäßig ist. Bei V2H und V2G hängt die Rechnung von drei Dingen ab: dem Preis der bidirektionalen Wallbox, dem Tarif und davon, wie lange dein Auto zu Hause angesteckt ist.
Die Boni der Anbieter setzen viele Stunden an der Wallbox voraus, bei BMW 250 Stunden im Monat für den Höchstbetrag, bei Ford und Octopus mindestens 300. Ein Monat hat rund 730 Stunden.
Beispiel: Dein Auto steht werktags von 18 bis 7 Uhr an der Wallbox. Allein die Werktage ergeben rund 280 Stunden im Monat, mit dem Wochenende kommst du deutlich über 300. Bist du dagegen oft mehrere Tage unterwegs, wird es knapp.
Häufige Fragen
Kann jedes E-Auto bidirektional laden?
Nein. Das Auto muss es technisch können und vom Hersteller freigegeben sein. In unserer Datenbank ist eine Funktion bei 39 von 83 Modellen serienmäßig, meist nur V2L, bei 23 weiteren gibt es sie als Option oder vorbereitet.
Brauche ich eine besondere Wallbox?
Für V2L nicht. Für V2H und V2G brauchst du eine bidirektionale Wallbox, die der Hersteller für dein Auto freigibt, bei BMW etwa die BMW Wallbox Professional.
Brauche ich einen Smart Meter?
Für V2G ja, denn die Rückspeisung wird viertelstundengenau abgerechnet. Das Paket von BMW und E.ON enthält das intelligente Messsystem deshalb gleich, falls du noch keines hast.
Funktioniert V2H zusammen mit meiner Solaranlage?
Ja, genau dafür ist V2H gedacht. Wer zusätzlich zwischengespeicherten Solarstrom vergütet haben möchte, nutzt seit 1. Oktober 2026 die Optionen der Bundesnetzagentur, bis Ende September 2027 mit Zustimmung von Netz- und Messstellenbetreiber.
Das V2G-Angebot von BMW und E.ON verträgt sich laut BMW nur mit Solaranlagen, die komplett einspeisen.
Fazit: V2L heute, V2H und V2G im Kommen
Strom für Geräte aus dem Auto ist bei vielen neuen E-Autos schon Alltag. V2H und V2G funktionieren bisher nur bei wenigen Modellen und mit passender Wallbox, die rechtlichen Hürden sind seit Ende 2025 aber deutlich kleiner geworden.
Alle E-Autos mit Reichweite, Ladeleistung und Preis findest du in unserer Übersicht E-Autos. Bis zu vier Modelle stellst du im Vergleich nebeneinander, die Angaben zum bidirektionalen Laden stehen im Datenblatt jedes Modells.
Quellen
- stromspur.de, eigene Auswertung der Herstellerangaben (Preislisten, Broschüren, Pressemappen) zu 83 E-Auto-Modellen, Stand der Fahrzeugdaten 25.10.2026; die einzelnen Herstellerquellen stehen auf den Modellseiten
- Stromsteuergesetz (StromStG), § 2 Nr. 8a bis 8c und § 5a: gesetze-im-internet.de, abgerufen am 25.10.2026
- Energiefinanzierungsgesetz (EnFG), § 21: gesetze-im-internet.de, abgerufen am 25.10.2026
- Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), § 118 Abs. 6: gesetze-im-internet.de, abgerufen am 25.10.2026
- Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023), § 19 Abs. 3 bis 3c: gesetze-im-internet.de, abgerufen am 25.10.2026
- Niederspannungsanschlussverordnung (NAV), §§ 13 und 19: gesetze-im-internet.de, abgerufen am 25.10.2026
- Bundesnetzagentur, Pressemitteilung „Bundesnetzagentur erlässt Festlegung zur Marktintegration von Stromspeichern und Ladepunkten (MiSpeL)“ vom 01.10.2026 und Themenseite MiSpeL (Stand 06.10.2026): bundesnetzagentur.de, abgerufen am 25.10.2026
- Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) und Stiftung Umweltenergierecht, „Neue Netzentgelt-Privilegien für Speicheranlagen und Ladepunkte – Stehen die Befreiungen auf dünnem Eis?“, Dezember 2025: stiftung-umweltenergierecht.de, abgerufen am 25.10.2026
- BMW Group, Pressemitteilung „Erstes bidirektionales Vehicle-to-Grid (V2G) Ladeangebot Deutschlands von BMW Group und E.ON“ vom 09.02.2026: press.bmwgroup.com, abgerufen am 25.10.2026
- Octopus Energy, Mitteilung „Octopus Energy und Ford starten mit bidirektionalem Laden“ vom 09.02.2026: octopusenergy.de, abgerufen am 25.10.2026
- Kia Deutschland, Modellseite EV5 (Zitat zu V2H/V2G): kia.com, abgerufen am 23.10.2026
